Glossar

K

Kontinuierliche Planung

In der kontinuierlichen Planung werden statische jährliche oder halbjährliche Pläne durch eine kontinuierlich aktualisierte Planung ersetzt, die bei jedem internen oder externen Ereignis überarbeitet wird, wie etwa eine Verlagerung der Prioritäten, eine unerwartete Verzögerung eines Programms oder eine Veränderung im Unternehmensumfeld.
Die kontinuierliche Planung ist agilen Methoden sehr ähnlich, da bei beiden Vorgehensweisen eine kurze und flexible Planung zum Einsatz kommt, die bedarfsgemäß angepasst werden kann.
Während die meisten Planungsmethoden auf Team-Ebene durchgeführt werden, bietet die kontinuierliche Planung Vorteile auf allen Unternehmensebenen, einschließlich der strategischen Ebene sowie der Portfolio- und der Produktebene.

Siehe auch: roadmaps | Verwandte Artikel:ein interview mit herrn dr. ken huskins über integriertes roadmapping, wie bei scaled agile fortschritt gemessen wird: interview mit johanna rothman , planisware enterprise-demo: warum roadmaps sinnvoll sind, planisware enterprise-demo: den p&l forecast einfacher simulieren und fehler vermeiden, best practices im bereich ressourcenplanung zur optimierung des portfoliomanagements, wasserfallplanung und agile planung

L

Lean-Softwareentwicklung (LSD)

Lean-Softwareentwicklung ist eine Anpassung von Lean -Fertigungsprinzipien und -praktiken aus der physischen Produktentwicklung an den Bereich der Softwareentwicklung. Die Lean-Softwareentwicklung gehört zu den agilen Methoden und wird oft zusammen mit einer oder einigen anderen Methoden verwendet.

Bei der Lean-Softwareentwicklung stehen folgende Aspekte im Vordergrund: Schlichtheit und Wirtschaftlichkeit (nichts verschwenden, schnell liefern), ganzheitliche Projektansicht (mit Ganzheitlichkeit und Qualität das Gesamtprodukt optimieren), stetiges Dazulernen und Verbesserung der Software (mithilfe kurzer Iterationen, regelmäßiger Softwaretests und Feedbacks von Seiten der Benutzer und der Teams), Reduzierung von Risiko (schnell auf Feedback reagieren) und Einbezug aller Beteiligten (Teammitglieder motivieren und Kunden eine Anlaufstelle zur Verfügung stellen).

 

 

Siehe auch: agile methoden, scrum, extreme programming, feature-gesteuerte entwicklung, dynamic system development method, methoden der „crystal“-familie

M

Methoden der „Crystal“-Familie

Eine Sammlung agiler Softwareentwicklungsmethoden, die sich auf die Anpassungsfähigkeit an bestimmte Umstände konzentrieren.
Sie basieren auf sieben Grundsätzen: Regelmäßige Lieferung, etwa alle paar Monate; Verbesserung der Software im Rahmen des Benutzer-Feedbacks; enge Kommunikation mit Teammitgliedern, die sich im selben Raum/Gebäude befinden; Sicherheit der Teammitglieder, die dazu motiviert werden, ihre Meinung zu äußern und Sicherheit der Endanwender, wenn sich die Software auf ihre Gesundheit auswirken könnte; beständiger Fokus auf vorrangige Probleme; leichte Erreichbarkeit erfahrener Benutzer; automatisierte Tests und Integration

Siehe auch: agile methoden, scrum, extreme programming, feature-gesteuerte entwicklung, dynamic system development method, lean-softwareentwicklung

O

OPX2

Der ehemalige Name der Planisware-Lösung. Mit dem Release von P5 2009, wurde OPX2 in „Planisware“ umbenannt.

 

P

PACE-Methodik (PACE)

Eine Methode (gated Methodology) zur Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen, die von Michael McGrath entwickelt wurde und in seinem Buch Next Generation Product Development vorgestellt wird. PACE steht für Product and Cycle-time Excellence und stützt sich auf sieben zusammenhängende Erfolgskriterien, die die Markteinführungszeit auf ein Minimum beschränken sollen.

Diese Elemente können in zwei Gruppen aufgeteilt werden: vier Elemente auf Projektmanagementebene: 1) Produktentwicklungsverfahren, 2) kleines funktionsübergreifendes Team, das alle Entscheidungen im Projektverlauf trifft, 3) strukturierter Entwicklungsprozess, der Konsistenz gewährleistet und 4) effizienter Gebrauch von Entwicklungstools und Techniken

und drei Elemente auf Programm- bzw. Portfolioebene: 5) Produktstrategieprozess, der ein Gerüst für die Entscheidungsfindung in der Projektentwicklung beinhaltet, 6) umfangreiches Technologiemanagement und 7) Pipelinemanagement, das ein Gerüst für die Priorisierung von Projekten und für das projektübergreifende Ressourcenmanagement beinhaltet und funktionale Fähigkeiten und Projektanforderungen koordiniert

 

Siehe auch: produktentwicklung, stage-gate-prozess | Verwandte Artikel:produktentstehungsprozess mit planisware im griff, webinar: das bestmögliche produktportfolio, planisware enterprise-demo: agile in der produktentwicklung mit stage-gate, optimierung des ressourcenmangements und der projektauswahl: ein interview mit dem msa safety-mitarbeiter michael oyler, produktportfolio-management mit planisware enterprise

parametrische Schätzung

Dies ist eine Methode zur Schätzung der Projektkosten und der Projektdauer. Sie wird insbesondere in den Biowissenschaften und dem Maschinen- und Anlagenbau verwendet. Die Projekte werden an voreingestellten Algorithmen angepasst. Die parametrische Schätzung wird zwar oft als eine der präziseren und zuverlässigeren Schätzungsmethoden gesehen, erfordert aber viel Vorarbeit.

Verwandte Artikel:optimierung des ressourcenmangements und der projektauswahl: ein interview mit dem msa safety-mitarbeiter michael oyler, lean product development: ressourcenmanagement vs. flow efficiency

Produktentwicklung (PE)

Hierbei handelt es sich um die Gesamtheit der Tätigkeiten, die zu neuen Produkten, Dienstleistungen, Technologien oder Verfahren führen – von der am Anfang stehenden Idee bis zur Markteinführung des Produkts, der Dienstleistung, der Technologie oder des Verfahrens.

Der Ablauf wird üblicherweise in 6 Phasen mit den zugehörigen Liefergegenständen und jeweils einem Gate aufgeteilt: Ideen-Screening (Auswahl der vielversprechendsten Ideen), Konzepterstellung (Durchführbarkeits- und Marktstudie, Identifizierung der potenziellen Benutzergruppen, Konzeptprüfung), Geschäftsanalyse oder auch Business-Case (ist dieses Produkt rentabel?), Prototypentests, Produktumsetzung und Produkteinführung.

 

 

Siehe auch: produktlebenszyklusmanagement, stage-gate-prozess, stage-gate®, dmadv-methodik (define – measure – analyse – design – verify) | Verwandte Artikel:planisware enterprise-demo: die richtige innovationsstrategie für das produktportfolio

Produktlebenszyklusmanagement (PLM)

Dies ist ein Sammelbegriff, der in technischer Hinsicht sämtliche Abläufe im Produktmanagement von der ersten Idee an über die Design- und Entwicklungsphase hinweg bis zum Lebensende eines Produktes bezeichnet.
Das PLM gilt zusammen mit dem Enterprise-Resource-Planning (ERP), Supply-Chain-Management (SCM) und Customer-Relationship-Management (CRM) als einer der vier strategischen Grundpfeiler in modernen Unternehmen. Sie sollten integriert werden, um das beste Ergebnis zu erzielen.
Das PLM kann in drei Hauptphasen aufgeteilt werden, die dem jeweiligen Produktstatus entsprechen: Produktentwicklung, Reifephase und End-of-Life-Phase.

Siehe auch: produktentwicklung

Produktportfolio

Dies enthält alle Produkte eines Unternehmens von Innovationen, die gerade entwickelt werden, bis zu Produkten, die bald vom Markt genommen werden. Es kann mehrere Produkttypen oder -kategorien und verschiedene Produktreihen und Einzelprodukte umfassen.

Ein Produktportfolio bietet Managern einen Überblick über die gegenwärtige und zukünftige Marktposition jedes Produktes und eine Möglichkeit, sie als eine Einheit zu verwalten.

Die BCG-Matrix ist die bekannteste Methode der Portfoliobewertung, bei der Projekte entsprechend der Wachstumsrate des Marktes und ihres jeweiligen Marktanteils grafisch darstellt werden. Zudem sind Reife und Rentabilität der jeweiligen Produkte abzulesen.

 

 

Siehe auch: produktportfoliomanagement | Verwandte Artikel:planisware enterprise-demo: die richtige innovationsstrategie für das produktportfolio

Produktportfoliomanagement

Dies umfasst eine Reihe von Werkzeugen, Methoden und Strategien zur Analyse, Priorisierung und Verwaltung der in einem Produktportfolio enthaltenen Elemente.

Im Rahmen des Produktportfoliomanagements können Entscheidungsträger den verschiedenen Produkten Ressourcen möglichst optimal zuweisen, Verbesserungsmöglichkeiten in allen Bereichen erkennen und die Zuordnung dieser Produkte zu den verschiedenen strategischen Dimensionen eines Unternehmens aufrechterhalten. Außerdem können sie das Sortiment anpassen, um Rentabilität und Nachhaltigkeit sicherzustellen.

 

 

Verwandte Artikel:planisware enterprise-demo: die richtige innovationsstrategie für das produktportfolio, planisware enterprise demo: hightech-/it-produkte verwalten

Programm

Dabei handelt es sich um eine Sammlung zusammengehörender Projekte und Aktivitäten, die gemeinsam verwaltet werden, damit eine Reihe übergeordneter Ziele erreicht werden kann.

Zu den gängigen Beispielen gehört etwa die Entwicklung einer neuen Fahrzeugserie, bei der die gesamte Produktpalette dem Programm entspricht (z. B. Ford Focus) und das Modell dem Projekt entspricht (z. B. der Ford Focus Zetec Navigator), oder die Einführung eines neuen Flugzeugs (Programm) bei dem jede Funktionalität oder jedes System einem Projekt entspricht.

Bei einem Programm liegt der Fokus auf der Art und Weise der Projektausführung, während es bei einem Portfolio darum geht, welche Projekte und Programme ausgeführt werden sollen, welche Ressourcenanfragen vorrangig sind usw.

 

 

Siehe auch: projektportfolio

Project Management Office (PMO)

Dabei handelt es sich um eine Einheit oder eine Abteilung in einem Unternehmen, das Projektmanagementprozesse standardisiert und das Ressourcenmanagement, die Best Practices, Werkzeuge und Techniken weiter in das Unternehmen hineinträgt.

Das PMO kann einfachen Support leisten (administrativer Support und Beratung zu den Best Practices), sein Fachwissen in Bezug auf Schlüsselelemente der Projektleistung weitergeben (z. B. Risikomanagement, Qualitätssicherheit), als Consultant und Advisor für Projektmanager agieren (einschließlich bei Problemen bezüglich des Personalmanagements oder des Feedbacks) sowie eine tragende Rolle bei der leistungstechnischen Entscheidungsfindung spielen.

 

 

Verwandte Artikel:entwicklung eines effizienten managementprozesses zur verwaltung ihres unternehmensportfolios

Projektportfolio

Dies ist eine Sammlung von Initiativen, Projekten, Programmen und Teilportfolios, die zusammen verwaltet werden, um die strategischen Ziele eines Unternehmens zu erreichen.

Ein in der Energiewirtschaft tätiges Unternehmen könnte sich zum Beispiel die Reduzierung des CO2-Ausstoßes als Unternehmensziel gesetzt haben. Das dazugehörige Portfolio könnte Teilportfolios zur Verbesserung der Effizienz in der Solarindustrie oder Projekte zur Optimierung der Transportwege beinhalten.

Durch das Festlegen von Portfolios können Unternehmen mit einer großen Zahl an Projekten einen Überblick über seine aktuellen und zukünftigen Projekte erhalten und solchen Projekten vorrangigen Zugang auf Ressourcen gewähren, die beim Erreichen der strategischen Unternehmensziele am nützlichsten sind.

 

 

Siehe auch: programm, enterprise project portfolio management, projektportfoliomanagement | Verwandte Artikel:planisware enterprise Überblick, erfolgskritische best practices für portfoliomanagement, portfolioauswahl und strategische ausrichtung in f&e-projekten, wenn projekte scheitern: wie geht man in diesem fall mit innovationsteams um?, planisware 2019 erneut von gartner als leader eingestuft , ableitung des projektportfolios aus der strategie

Projektportfoliomanagement (PPM)

Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Werkzeugen, Methoden und Strategien zur Analyse, Priorisierung und Verwaltung der in einem Projektportfolio enthaltenen Elemente.

Ziel des Projektportfoliomanagements ist die möglichst präzise Bewertung und Auswahl von Projekten auf Grundlage ihrer strategischen Bedeutung, ihres Ressourceneinsatzes und der tatsächlichen/geplanten Rentabilität.

Ein weiteres Ziel besteht im Zusammenfassen und Optimieren der Anordnung von Projekten, um so einen optimalen Einsatz der vorhandenen Ressourcen zu gewährleisten, gängige Arbeitsverfahren zu optimieren, Risiken und Kosten auszugleichen, Kapazitäts- und Ressourcenanforderungen richtig  einzuschätzen und die strategischen Ziele zu erreichen.

 

Siehe auch: projektportfolio, enterprise project portfolio management | Verwandte Artikel:planisware enterprise-demo: projektauswahl & portfoliooptimierung

R

Ressourcenmanagement

Im Rahmen des Projektportfoliomanagements handelt es sich beim Ressourcenmanagement um eine Reihe von Werkzeugen, Strategien und Techniken zur Zuweisung von Ressourcen zu Projekten, Programmen oder Portfolios. Zu Ressourcen werden u. a. die finanziellen Mittel, das Inventar, die technische Infrastruktur und Produktionsmittel gezählt.

Während bei der Kapazitätsplanung das Unternehmen als Ganzes im Fokus steht und Ressourcen auf strategischer Ebene betrachtet werden, liegt der Fokus beim Ressourcenmanagement auf operativer Ebene in der Ressourceneinsatzplanung für Projekte, Programme oder Portfolios.

 

 

Verwandte Artikel:planisware enterprise-demo: demand und supply für ressourcen steuern, planisware enterprise-demo: taktisches ressourcenmanagement

Roadmaps

Hierbei handelt es sich um eine Planungstechnik zur visuellen Darstellung. Roadmaps bieten eine Gesamtübersicht anspruchsvoller Themen, in der ausgehend von den langfristigen Anforderungen sämtliche Handlungsmöglichkeiten zur Erfüllung dieser Anforderungen dargestellt werden.

Aufgrund ihrer Flexibilität sind Roadmaps nie identisch. Sie können ähnliche Komponenten aufweisen, wie zum Beispiel kurz- und langfristige Anforderungen, interne und externe Abhängigkeiten und Leistungsvorgaben.

Roadmaps sind insbesondere dann von Nutzen, wenn ein Unternehmen (oder eine Industrie) einem schnellen Technologiewandel ausgesetzt ist oder Marktverdrängung durch Konkurrenten und industrieübergreifende Partnerschaften gegenübersteht. Roadmaps sind ein exzellentes Tool zur Visualisierung eines Ziels unter Berücksichtigung aller kritischen Faktoren. Sie ermöglichen so eine effektive Entscheidungsfindung.

 

 

Siehe auch: technologie-roadmap | Verwandte Artikel:planisware enterprise-demo: warum roadmaps sinnvoll sind, ein interview mit herrn dr. ken huskins über integriertes roadmapping

S

Scrum

Hierbei handelt es sich um ein agiles Regelwerk im Projektmanagement, das aufgrund seiner Einfachheit und Flexibilität sehr beliebt ist und häufig in Verbindung mit anderen Methoden verwendet wird, da es keine technischen Verfahren voraussetzt.

Scrum wird verwendet, um mithilfe von 14-tägigen Iterationen (auch Sprints genannt) und kleinen selbstständigen Teams (4-9 Mitglieder) funktionsfähige Software (Increment) zu liefern. Die Teammitglieder wählen und überprüfen vor einem Sprint die ausstehenden Anforderungen des (Product)-Backlogs. Im Verlauf des Sprints trifft sich jedes Team täglich, um sich über den Fortschritt bei der Bearbeitung der Anforderungen und mögliche Probleme auszutauschen (Daily Scrum). Sobald alle Anforderungen des Sprint-Backlogs implementiert wurden und ein neues Release veröffentlicht werden kann, schließt das Management den Entwicklungsprozess ab und das Team beginnt mit der Durchführung der Tests, dem Schreiben der Dokumentationen und dem Vorbereiten der Schulungsunterlagen.

 

 

Siehe auch: agile methoden, extreme programming, lean-softwareentwicklung, burn-down-chart, feature-gesteuerte entwicklung, dynamic system development method, methoden der „crystal“-familie

Seiten