Warum Ihre KI-Strategie bisher erfolglos bleibt
Fragt man Führungskräfte nach KI-Strategien, fallen die Antworten völlig unterschiedlich aus. Man gibt sich ehrgeizig in diesem Themenfeld, doch greifbare Ergebnisse bleiben aus.
Dies ist keine Kritik, sondern beschreibt den Ist-Zustand im „KI-Hype-Cycle“. Ich rate Führungskräften deswegen Folgendes:
Nur Unternehmen, die KI entwickeln, brauchen tatsächlich eine KI-Strategie
Ansonsten brauchen Sie eine Strategie, die auf KI basiert. KI ist kein Wundermittel. Fehlt es an Struktur und Planung, wird sie für Unternehmen sogar wenig bis gar keinen Mehrwert bringen.
Was manche Unternehmen anders machen als andere
Die erfolgreichsten Unternehmen, mit denen ich arbeiten durfte, verlassen sich nicht einfach auf KI, sondern konzentrieren sich auf folgende drei Aspekte:
- Strategischer Fokus: Das Unternehmen weiß, was es erreichen möchte und wie Erfolge gemessen werden.
- Anpassungsfähiges Betriebsmodell: Das Unternehmen sieht Richtungsveränderungen voraus und passt sich zügig an.
- Einsatz intelligenter Tools, die Strategie und Umsetzung aufeinander abstimmen: Ohne diese Schnittstelle werden sogar die besten KI-Modelle keinen Mehrwert erbringen.
Dies ist die Grundlage für den koordinierten Einsatz von KI.
Die Entwicklung KI-gestützter Strategien
Anfangs sind Unternehmen, die in KI investiert haben, nur den neuesten Trends gefolgt. Sie finanzierten Pilot- oder Proof-of-Concept-Projekte, um up-to-date zu sein.
In der heutigen wirtschaftlichen Lage haben Trends oft ihre Wirkung verloren. KI-Investitionen müssen schnell zu echten Ergebnissen führen.
Die Ziele von KI-Investitionen haben sich verändert. Es geht nicht mehr darum einfach eine KI zu entwickeln, sondern darum, KI-gestützte Werkzeuge und Systeme zu verwenden, um präzisere Einblicke zu gewinnen, Risiken zu reduzieren und schnellere, bessere Entscheidungen zu treffen.
Auf der jüngsten Planisware EMEA-Konferenz wurde dies umgesetzt. Führende Unternehmen fragen sich nicht mehr was KI alleine leisten kann, sondern wie KI ihnen bei der Erreichung ihrer Ziele helfen kann.
Klare Strukturen sind wichtiger als je zuvor
Das Tempo des Wandels nimmt zu. Ich sage Teams oft: „So langsam wie heute wird sich die Geschäftswelt nie wieder drehen.“
Was bedeutet das für die Führungsebene?
Es bedeutet, dass es geschwindigkeitsfördernde Betriebsmodelle braucht. Es bedarf flexibler Systeme und Werkzeuge, die nachhaltig bei der Entscheidungsfindung unterstützen. Strategisches Portfoliomanagement (SPM) spielt hier eine wichtige Rolle:
- Nur 39 % aller Manager teilen die Meinung, dass ihr Unternehmen gut oder sehr gut bei der Umsetzung von Strategien abschneidet, obwohl 65 % glauben, dass sie gut darin sind, Strategien zu definieren.
- Gartner prognostiziert, dass 70 % der digitalen Investitionen ohne SPM nicht zu den erwarteten Ergebnissen führen werden (Gartner, Top Trends for Strategic Portfolio Leaders for 2023, Kevin Rose, Rachel Longhurst, et al., 14. August 2023).
- Laut Accenture nutzen nur 21 % aller Unternehmen Technologie zur Entwicklung ihrer Strategien.
Die Herausforderung liegt hierbei darin, das Gleichgewicht zwischen Kosteneffizienz und Chancennutzung zu halten.
„KI selbst wird Ihnen nicht Ihren Job abnehmen. Aber jemand, der weiß, wie man KI einsetzt, wird es tun.“
So könnte die aktuelle Situation beschrieben werden.
Ich würde aber sogar noch einen Schritt weiter gehen. Führungskräfte, die wissen, wie man KI in Systeme integriert, werden diejenigen überholen, die kurzlebigen Innovationen nachjagen. Wenn ein Unternehmen Strategie und Umsetzung miteinander verbinden, sich schnell anpassen und komplexe Daten sinnvoll interpretieren kann, dann wird KI zu einem wertvollen Werkzeug, um Ziele noch schneller zu erreichen.
Wenn Umsetzung und Strategie jedoch nicht miteinander verbunden sind oder wenn KI als isoliertes Projekt behandelt, wird nur bedingt Mehrwert durch KI entstehen.
In der nächsten Welle des Wandels wird der Vorsprung nicht dadurch entstehen, dass man dem Trend folgt. Er wird dadurch entstehen, dass man widerstandsfähig ist.
Hier finden Sie die Aufzeichnung des Webinars mit Adam Mattis: „Building a Resilient Enterprise: Faster Pivots and Smarter Decisions with AI, SPM & SAFe“.