Technical Debt beschreibt langfristige Kosten für Nacharbeiten, die durch kurzfristige technische Entscheidungen oder suboptimale Lösungen in der Softwareentwicklung entstehen. Der von Ward Cunningham geprägte Begriff vergleicht Entwicklungs-Shortcuts mit finanziellem Kredit, der mit „Zinsen" zurückgezahlt werden muss. Häufige Quellen sind Legacy-Code, fehlende Dokumentation, Architektur-Shortcuts, ungelöste Bugs und Testing-Lücken. Im Strategischen Portfoliomanagement erfordert Technical Debt aktive Steuerung durch Quantifizierung als KPI, Balance zwischen Features und Debt-Reduktion sowie Präventionsstrategien wie Technologie-Standards und automatisierte Tests. Ungesteuertes Technical Debt gefährdet strategische Ziele durch verminderte Agilität, erhöhte OPEX-Kosten, Risiko-Exposition und Talent-Abwanderung. Best Practice: Technical Debt als eigene Portfolio-Kategorie mit dediziertem Budget (15–25% der IT-Kapazität) und quartalsweisen Reduktionszielen als Teil der OKRs.