Agil, klassisch und hybrid: warum ein gutes PPM-Tool alles können sollte

Eine der häufigsten Anforderungen an ein PPM-Tool ist die Möglichkeit, sowohl agile Projekte als auch klassische Wasserfallprojekte (sowie eine Kombination aus beiden) in einem Tool verwalten zu können. 

Ein PPM-Tool auszuwählen ist keine leichte Aufgabe. Aus diesem Grund bietet Planisware in Zusammenarbeit mit The Project Group am 10. September 2020 um 16.00 Uhr CEST ein Webinar zu den wichtigsten Anforderungen an ein PPM-Tool an. Zum Anmelden hier klicken.

„Agile Projekte vs. Wasserfall-Projekte: Die Rache des hybriden Projekts“ … Das klingt wie ein Blockbuster, fasst aber ein (das) zentrale(s) Thema im Bereich Projektmanagement der letzten zehn Jahre ganz gut zusammen.

Warum sollte man klassische und agile Methoden kombinieren?

Verschiedene Projektarten erfordern verschiedene Projekt-Methodologien. Für Projekte mit genau definierten Anforderungen sowie für Projekte, die eine sehr zuverlässige Software erfordern, eignet sich die klassische Wasserfall-Methode. Projekte mit sich ändernden Anforderungen, bei denen Umfang und Terminplanung im Vorhinein nur schwer zu ermitteln sind, eignen sich hingegen eher für die agile Planung.
Ein Unternehmen kann dutzende Projekte gleichzeitig durchführen, von denen ein Teil klassisch und der andere Teil agil verwaltet wird. Beispielsweise könnte das Kerngeschäft eines Unternehmens eine stabile Produktpalette umfassen, bei denen nur schrittweise Änderungen nötig sind. Diese eignen sich perfekt für eine klassische Planung anhand des Wasserfall-Modells. Gleichzeitig möchte das Unternehmen einen benachbarten Produktbereich erobern, in dem es noch keine Erfahrungen hat oder es sich um ein neuartiges Produkt handelt, die zugehörigen Projekte würden sich dann eher für eine agile Planung eignen.

Sie müssen Ihre Projekte nicht nur klassisch oder nur agil verwalten. Bei manchen Projekten bietet eine Kombination beider Methoden einen größeren Mehrwert als die Anwendung nur einer der beiden Methoden. Denkbar wäre, dass ein Unternehmen die Hauptprojektphasen klassisch mit der Wasserfall-Methode plant, das Produkt innerhalb der einzelnen Phasen aber iterativ mit der agilen Methode entwickelt. So behält es die grundlegende Wasserfallstruktur bei, kann aber viel schneller auf Änderungen reagieren. Diese Art des hybriden Projektmanagements wird auch als „Agile-Stage-Gate“ bezeichnet. Der Prozess kann wie folgt dargestellt werden:

Diagramm bereitgestellt von TPG

 

Zudem besteht die Möglichkeit, einen Teil des Projekts agil und den anderen Teil des Projekts klassisch zu planen. Der Prozess könnte dann wie folgt aussehen:

Diagramm bereitgestellt von TPG

 

Hybride Methoden vereinen das Beste beider Ansätze: die Struktur der klassischen Wasserfall-Methode und die Flexibilität und Kundenorientiertheit von Agile. Wenn Sie die Entscheidung, welche Methode am besten für welches Projekt geeignet ist, Ihren Projektteams überlassen, können Sie die Effizienz Ihrer Projekte steigern.

Selbst wenn Sie bisher noch keine agilen Methoden einsetzen, so lohnt es sich bereits jetzt für die Zukunft zu planen, das heißt, wenn Sie sich für ein PPM-Tool entscheiden, sollten Sie bei Ihrer Entscheidung miteinbeziehen, ob das Tool Sie auch bei einer Prozessänderung unterstützt. So haben Sie stets die Option, agile Techniken auch noch zu einem späteren Zeitpunkt in die bestehenden Wasserfallprozess zu integrieren.

Ein gutes PPM-Tool unterstützt Sie bei agilen, klassischen und hybriden Projekten

Obwohl agile, klassische und hybride Projektmanagementtechniken unterschiedlichen Prinzipien folgen, haben sie dennoch eines gemein: die Ressourcen (die von Ihnen bereitgestellt werden). Zudem sind sie für die strategischen Portfolioentscheidungen relevant, weshalb ein gutes PPM-Tool die Konsolidierung und Verfolgung sämtlicher Projekte unabhängig von der verwendeten Projektmanagementmethode ermöglicht.

Dabei sind natürlich nicht sämtliche Projektdaten relevant. Ein gutes Tool sollte jedoch eine konsolidierte Ansicht folgender Projektdaten liefern:
• Kosten (Aufwände, Ausgaben usw.)
• Projektfortschritt (siehe nachfolgende Abbildung)
• Kapazität (z. B. welche Profile benötige ich zum Fertigstellen der Vorgänge des gesamten Portfolios zu jedem einzelnen Zeitpunkt)

 

In dieser Planisware Enterprise-Ansicht kann der Portfoliomanager beispielsweise den Fortschritt der Projekte innerhalb des Portfolios einsehen, unabhängig davon, ob das Projekt klassisch (Projekt IT-006) oder agil (Projekt IT-PH03) geplant wurde.

Ein gutes PPM-Tool bietet zudem Schnittstellen zu Drittsystemen (wie Jira), so dass Sie Informationen zu der bisher ausgeführten Arbeit abrufen können, wenn diese nicht im PPM-Tool selbst verwaltet werden. Des Weiteren sollte das Tool Funktionalitäten umfassen, um die Konformität des Portfolios mit der übergeordneten Geschäftsstrategie zu analysieren.

Im nachfolgenden Video zeigen wir Ihnen, wie klassische und agile Projekte in einem Portfolio verwaltet werden können.


Ein PPM-Tool, das verschiedene Projektmanagementmethoden unterstützt und gleichzeitig eine Ansicht der konsolidierten Daten sämtlicher Projekte für die Managementebene bietet, gehört zu den 5 wichtigsten Anforderungen an ein solches Tool.